Mehr Medizinstudienplätze in Zürich: Wird der NC jetzt einfacher? Die Fakten.

Der Kanton Zürich hat Grosses vor: Die Anzahl der Studienplätze für Humanmedizin an der Universität Zürich soll von heute 430 auf 700 erhöht werden. Dies ist eine direkte Reaktion auf den spürbaren Mangel an in der Schweiz ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten. Das klingt wie eine fantastische Nachricht für alle, die vom Medizinstudium träumen. Doch was bedeutet das wirklich für deine Chancen? Und wird der gefürchtete Numerus Clausus dadurch einfacher? Wir haben die Fakten für dich analysiert.

Die Kernessenz: Der Numerus Clausus bleibt

Die vielleicht wichtigste Nachricht für dich zuerst: Trotz der Schaffung von 270 zusätzlichen Plätzen auf Bachelorstufe wird der Zugang zum Medizinstudium nicht einfacher. Auf die Frage, ob der Numerus Clausus gelockert werde, antwortete die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner in einem Interview mit dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 23. September 2025:

„Ich glaube, das ist nicht realistisch und auch nicht Teil von dieser Vorlage. …“

Silvia Steiner, Zürcher Bildungsdirektorin

Das bedeutet für dich: Der Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) bleibt die entscheidende Hürde. Die Konkurrenz wird nach wie vor gross sein, und nur die besten Absolventinnen und Absolventen des Tests werden einen der begehrten Plätze erhalten. Eine exzellente Vorbereitung auf den EMS ist also wichtiger denn je. Die reine Erhöhung der Plätze ist keine Garantie für einen Studienplatz – deine Leistung im Test zählt.

Warum der Ausbau trotzdem eine gute Nachricht ist

Auch wenn der Numerus Clausus bestehen bleibt, ist die Erhöhung der Studienplätze ein positives Signal. Sie soll einen wesentlichen Beitrag zur qualitativen und quantitativen Sicherung der ärztlichen Versorgung durch inländische Fachkräfte leisten.

Der Kanton reagiert damit auf Prognosen, wonach bis zum Jahr 2040 in der Schweiz zwischen 5’500 und 8’700 Ärztinnen und Ärzte fehlen könnten. Schon heute stammen rund 40 Prozent des ärztlichen Personals aus dem Ausland; 2023 lag der Anteil bei 40,4 %. Mit dem Projekt «Med500+» will Zürich einen wesentlichen Beitrag leisten, um diese Lücke zu schliessen und die Abhängigkeit vom Ausland zu verringern.

Ein modernes Studium: Was sich ändert

Die Aufstockung ist mehr als nur eine Erhöhung der Zahlen. Sie ist an eine umfassende und tiefgreifende Reform des Curriculums gekoppelt. Das Ziel ist ein modernes, studierendenzentriertes und kompetenzbasiertes Curriculum mit innovativen Unterrichtskonzepten. Das erwartet die zukünftigen Studierenden:

  • Früher Praxisbezug: Studierende sollen frühzeitig mit Grundversorgerdisziplinen in Kontakt kommen und es wird ein früherer Klinikbezug angestrebt.
  • Zukunftsthemen: Inhalte wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im klinischen Alltag , Gesundheitsökonomie , der «One Health»-Ansatz und das Arbeiten in interprofessionellen Teams werden Einzug in den Lehrplan halten.
  • Neue Infrastruktur: Für die Umsetzung ist die Schaffung eines neuen «Lernzentrum Medizin UZH» zwingend notwendig. Geplant ist eine Fläche von 24’000 m² Hauptnutzfläche , die unter anderem eine integrierte Simulationsklinik beinhalten wird, um die Lehre am Patientenbett zu ergänzen.

Der Zeitplan und die Kosten

Die Umsetzung dieses ambitionierten Projekts braucht Zeit. Die erste Kohorte mit der erhöhten Studierendenzahl könnte frühestens im Herbstsemester 2030/2031 starten.

Die Investitionen sind erheblich:

  • Für das Projekt «Med500+» wird dem Kantonsrat ein Objektkredit von 25 Millionen Franken beantragt.
  • Die Kosten für das Projekt und die Aufstockung während der Projekt- und Aufbauphase (2025 bis 2036) bedingen eine zusätzliche Finanzierung durch den Kanton von insgesamt 498,5 Millionen Franken.
  • Im Endausbau ab 2037 würde die Erhöhung um 270 Studienplätze jährlich wiederkehrende Kosten von 78,8 Millionen Franken verursachen.

Der Regierungsrat des Kantons Zürich erwartet hierbei eine anteilsmässige Mitfinanzierung der Vollkosten durch die übrigen Kantone und den Bund.

Was das für dich bedeutet

Diese geplante Aufstockung ist eine sehr begrüssenswerte und gute Weiterentwicklung für die medizinische Versorgung in der Schweiz. Sie ist ein klares Bekenntnis zur Ausbildung von mehr Ärzt*innen im eigenen Land.

Jetzt kommt der entscheidende Punkt für deine Planung: Die Umsetzung dieses ambitionierten Projekts braucht Zeit. Die erste Kohorte mit der erhöhten Studierendenzahl wird frühestens im Herbstsemester 2030/2031 starten.

Fazit: Verlass dich nicht auf die Zukunft, sondern auf deine Strategie

Die Pläne des Kantons Zürich sind ein wichtiges Bekenntnis zur Ausbildung von mehr Ärzten im eigenen Land. Für deine persönliche Situation ändert sich jedoch kurz- und mittelfristig nichts.

Zwei Fakten bleiben bestehen:

  1. Die zusätzlichen Plätze kommen erst in ferner Zukunft.
  2. Der Numerus Clausus bleibt die zentrale Herausforderung.

Verlasse dich also nicht auf die Politik, sondern auf deine eigene Leistung. Eine exzellente und zielgerichtete Vorbereitung auf den EMS ist und bleibt somit der absolute Schlüssel zum Erfolg. Dein Traum vom Medizinstudium ist greifbar – mit einer professionellen Vorbereitung, die dich optimal auf die Hürde des EMS vorbereitet.

Quellen:

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