Wir erhalten häufig die Frage, welche Änderungen im Numerus Clausus / NC, für das Jahr 2024 zu erwarten sind. Es ist wichtig zu verstehen, dass niemand die genauen Änderungen im Voraus wissen kann. Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass Änderungen im NC / EMS oft über mehrere Jahre hinweg Bestand haben. Daher können wir, basierend auf den Anpassungen, die 2023 im EMS vorgenommen wurden, einige Vermutungen über potenzielle Änderungen im Jahr 2024 anstellen.

Wieso gibt es Änderungen im Numerus Clausus / EMS?

Ein wesentlicher Grund für Änderungen im Numerus Clausus (NC) bzw. EMS liegt in der zunehmenden Verbesserung der Teilnehmenden in bestimmten Untertests. Mit der Zeit entwickeln sich immer mehr Strategien, und die Teilnehmenden bereiten sich immer besser vor. Dies führt dazu, dass viele Teilnehmende Ergebnisse erzielen, die nahe an der vollen Punktzahl liegen. Eine solche Konzentration hoher Punktzahlen erschwert es den Testherstellern, eine differenzierte Beurteilung darüber zu treffen, wer für das Studium besonders geeignet ist und wer nicht.

Um diesem Trend entgegenzuwirken und eine aussagekräftige Bewertung der Teilnehmenden zu ermöglichen, werden in diesen Untertests häufig Änderungen vorgenommen. Diese Änderungen zielen darauf ab, die Tests anspruchsvoller zu gestalten und somit eine breitere Streuung der Ergebnisse zu erreichen. Dadurch wird eine klarere Unterscheidung zwischen den verschiedenen Leistungsniveaus der Teilnehmenden ermöglicht.

Passend dazu gehören die vier Untertests, in denen 2023 Änderungen vorgenommen wurden, zu jenen, in denen die Teilnehmenden laut der Statistik von 2022 zunehmend bessere Ergebnisse erzielt haben. Hier einmal die Punkteverteilung des Jahres 2022 mit den Untertests umrandet, in denen Signifikante Änderungen vorgenommen wurden:

Durchschnittswerte Numerus Clausus / NC / EMS 2022

Auf der X-Achse die verschiedenen Untertests und auf der Y-Achse die Punkte von 0 bis 18. Quelle: Swissuniversities

Welche Änderungen gab es und wie kann ich mich darauf vorbereiten?

Im Jahr 2023 gab es im EMS Änderungen hauptsächlich in vier Untertests, die dadurch etwas anders und hauptsächlich schwieriger gestaltet wurden. Die betroffenen Untertests sind Muster zuordnen, Schlauchfiguren, Figuren lernen und Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten.

Zusätzlich wurde ein neuer Untertest namens „Objekte im Raum“ ausprobiert, welcher in den kommenden Jahren möglicherweise den Untertest ‚Schlauchfiguren‘ ersetzen könnte.

Um euch auf die potentiellen Änderungen im EMS 2024 vorzubereiten, haben wir uns intensiv mit den Neuerungen auseinandergesetzt. In unserer neuen Auflage 2024 haben wir mehrere hundert neue Aufgaben entwickelt, die genau auf die Änderungen in den Untertests abgestimmt sind. Zusätzlich wird es für den potenziellen neuen Untertest „Objekte im Raum“ Aufgaben und spezifische Lösungsstrategien geben. Auch unsere Vorbereitungskurse und Coaching-Materialien sind stets aktuell und bieten euch die bestmögliche Unterstützung.

Muster zuordnen

2023 gab es wesentliche Änderungen im Untertest Muster zuordnen. Statt histologischer Bilder wurden vermehrt homologe Muster mit geometrischen Formen wie Quadraten, Kreuzen, Kreisen, Linien oder Sternen verwendet. Eine besondere Herausforderung war es, die Musterausschnitte in den oft repetitiven und strukturarmen Originalbildern zu finden. Einige Aufgaben präsentierten sich zudem mit dunklem Hintergrund und hellen Formen, was den Test insgesamt anspruchsvoller machte.

Arzt beim Lernen auf den Numerus Clausus / NC

Schlauchfiguren

Auch der Untertest Schlauchfiguren hatte eine Steigerung des Schwierigkeitsgrades, wodurch das räumliche Denken der Teilnehmenden stärker als in den Vorjahren gefordert wurde. Dies äusserte sich in stärkeren Kontrasten und Figuren, die dadurch viel schwerer zu erkennen waren. Zusätzlich wurden wenige Aufgaben mit dunklem Hintergrund eingeführt.

Objekte im Raum

2023 wurde direkt nach dem regulären Test eine neue Aufgabenform namens Objekte im Raum getestet, die möglicherweise die traditionellen Schlauchfiguren ersetzen könnte.

Dieser neue Untertest erfordert das Erkennen von Doppeldrehungen, also zwei aufeinanderfolgenden Drehrichtungen, anstatt nur einer. Die Aufgaben sind keine Fotos mehr, sondern animiert und enthalten Objekte wie Gegenstände wie zum Beispiel Kugeln, Schrauben oder Pyramiden, was die Aufgaben vielfältiger und anspruchsvoller macht.

Für eine detaillierte Erklärung und zu dem Untertest Objekte im Raum haben wir einen zusätzlichen ausführlichen Blogbeitrag erstellt. Zum Blog kommst du hier.

Figuren lernen

Im Jahr 2023 wurden die Aufgaben im Testteil Figuren lernen des EMS leicht verändert und anspruchsvoller gestaltet. Die Figuren waren grundsätzlich nicht komplexer als in den Vorjahren, und es war weiterhin möglich, Assoziationen zu ihnen zu bilden. Die eigentliche Herausforderung lag jedoch in der Einführung kleiner Gruppen von 3 bis 4 Figuren, die sich untereinander sehr ähnelten. Diese Ähnlichkeit erschwerte die Unterscheidung dieser Figuren im Reproduktionsteil erheblich, sodass die Teilnehmenden besonders gefordert waren, die einzelnen Figuren innerhalb dieser Gruppen auseinanderzuhalten.

Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten

Im Jahr 2023 wurde der Untertest Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten im EMS deutlich anspruchsvoller. Die Aufgabe bestand darin, „Puzzleteile“ so zu markieren, dass sie mit dem vorherigen Symbol ein Ganzes bildeten. Diese Anforderung verlangte bei jedem Zeichen ein kurzes Innehalten und Nachdenken, was die Bearbeitungsgeschwindigkeit im Durchschnitt reduzierte. Viele Teilnehmende konnten daher nur wenige Zeilen bearbeiten. Lasst euch nicht entmutigen, falls ihr in diesen Aufgaben zunächst schlechter abschneidet als in früheren Übungen.

(Alle Angaben ohne Gewähr. Informiere dich noch einmal auf swissuniversities.)

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